Das Berliner Schloss – mehr als nur Fassade

Vortrags- und Diskussionsreihe der Gesellschaft Berliner Schloss e.V.


Die Teilrekonstruktion des Berliner Schlosses schreitet mächtig voran und wird 2019 pünktlich abgeschlossen sein. Schon jetzt ist der Beitrag der akribisch wiederhergestellten Barockfassaden zur Reparatur des historischen Stadtbildes unübersehbar. Außerdem ist mit dem sogenannten Schlüterhof eine der bedeutendsten Schöpfungen der europäischen Barockarchitektur wiedererstanden. Dagegen wird im Inneren des Humboldt-Forums fast nichts an die einstige Hohenzollernresidenz erinnern.

In ihrem Wirken und ihren Publikationen kritisiert die Gesellschaft Berliner Schloss e.V. seit Jahren, dass nicht einmal ansatzweise auch nur ein historischer Innenraum rekonstruiert wird und von den mehreren hundert Kunstwerken, die sich aus dem Berliner Schloss erhalten haben, nicht eines an seinen ursprünglichen Ort zurückkehren soll. Außerdem verweigern die derzeit aktuellen Planungen im Außenbereich die Anknüpfung an die gestalterisch überzeugende Vorkriegssituation. Immerhin lässt sich hier Bewegung erkennen, nachdem der Bund Mittel zur Rückführung des Neptunbrunnens bereitgestellt hat.

In ihrer 2016 begründeten Vortragsreihe „Das Berliner Schloss – mehr als nur Fassade“ diskutiert die Gesellschaft Berliner Schloss e.V. in loser Folge Themen, die das Berliner Schloss als historisches Ganzes in den Blick nehmen.


Der 6. Vortrag findet statt am:

Donnerstag, den 21. März 2019, um 19.00 Uhr
Rathaus Schöneberg, 1. OG, Kennedy-Saal


Gerd Bartoschek:

„Die Ausstattung der Wohnung Friedrich Wilhelms IV.
im Berliner Schloss mit Bildern und Bildwerken. Eine Spurensuche“

 Moderation: Dr. Guido Hinterkeuser


Inventare und Beschreibungen, illustriert durch eine Reihe zeitgenössischer Interieurbilder, geben eine Vorstellung von der Fülle an Kunstwerken in der einstigen, von Schinkel gestalteten Wohnung Friedrich Wilhelms IV. und seiner Gemahlin Elisabeth. Um 1890, als die Räume der kaiserlichen Wohnung zugeschlagen oder zu Gästezimmern umgewidmet wurden, löste man das in vier Jahrzehnten gewachsene Ensemble vollständig auf. Teile der in Beschaffenheit und Qualität höchst unterschiedlichen Sammlung haben sich in verstreutem Besitz erhalten oder lassen sich zumindest bildlich dokumentieren. Künstlerisch anspruchsvolle Erwerbungen spiegelten ebenso wie Stücke mit Souvenircharakter die Gedankenwelt und Interessen der Bewohner, in besonderen Fällen auch die geistigen Höhenflüge des „Romantikers auf dem preußischen Thron“. Gerd Bartoschek, langjähriger Kustos der Gemäldesammlung der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg, berichtet aus seinen aktuellen Forschungen.

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